Wie kann man heute ein gesundes Leben führen?
Hallo, in letzter Zeit und wenn ich diese Forum besuche, habe ich mir immer wieder Gedanken dazu gemacht, wie es überhaupt noch als einigermaßen "normaler Mensch" zu bewerkstelligen ist, ein angenehmes und gesundes Leben zu führen.
Eigentlich sollte man ja denken, daß der Mensch an sich, so wie er oder sie lebt, eigentlich den Umweltbedingungen entsprechend lebensfähig sein sollte. Besonders auch, wenn man einmal, zweimal, dreimal die Millionen Jahre andauernde Evolution betrachtet, die uns nun schließlich hervorgebracht haben soll. oder? Der Mensch, wie auch die ihn umgebenden Tiere und Pflanzen, aber das bleibe mal aussen vor, ist das Ergebnis einer langdauernden, für normale Menschen schier unüberschaubaren Entwicklungskette. Eigentlich müssten wir ja an unsere Lebensumgebung und Situation bestens angepasst sein. Aber was sieht man staunend und überall, nur Krankheit und operatives Heilen, oder Heilungsversuche. Wenn ich gewisse, medizinische Fachpublikationen betrachte, habe ich schon fast den Eindruck, daß der Mensch allgemein besehen, ein bald auslaufendes, nur noch mühsam auf den Schienen des Lebens zu haltendes "Gefährt" ist.
Aber auch in rauhen Klimazonen kann er überleben, wie auch in den Tropen oder am/im Wasser. Eigentlich müssten die Menschen an der sie umgebende Biospähre doch optimal angepasst sein, sie hatten sehr lange, unvorstellbar lange Zeit, sich zu adaptieren und haben sich auch eventuell mit diesem Planeten mitentwickelt. Also, wo ist das Problem?
Eben, diese Frage stelle ich mir öfter, bzw. häufiger und befrage dazu auch Freunde und Bekannte. Eigentlich müsste der Mensch doch so als Lebewesen ganz gut funktionieren, sonst wäre er/sie ja schon lange verschwunden. Das kann natürlich auch schnell eine rein philosophische Fragestellung werden, besonders wenn man sich hinreißen lässt zu bedenken, daß eventuell die "Auslöschung" unserer Spezies noch bevorstehen könnte? Und was wird für ein besseres Überleben, auch in der möglichen Zukunft getan? Eigentlich recht wenig, aber das ist dann eventuell auch wieder so eine "halb-volles/halb-leeres" Glas Thematik, es kommt wie immer auf die Betrachtungsweise an. Manchen meinen sogar es wird erstaunlich viel für die Erhaltung unserer Biosphäre getan, aber wenn ich dann wieder vom beschleunigten Artensterben höre, in den Medien, mache ich mir schon Gedanken anderer Art.
Schließlich wurde schon recht früh, oder relativ spät, wie man es nimmt, vom damaligen "Club of Rome", so um 1970 proklamiert, daß die irdischen Ressourcen endlich seien und ein verschwenderischer Umgang damit, für alle lebenden Menschen und zukünftigen Gnerationen schädlich wäre. Ich will jetzt nicht über Atomkraft reden oder andere schädlichen Formen der Energiebearbeitung, aber genug wird weiterhin dafür gesorgt, um dem ganzen Leben auf dieser Welt eine völlig unklare Ausrichtung zu geben. Automobile sind inzwischen zu dem "Götze", dem goldenen Kalb geworden, den fast alle anbeten. Durch ihn, oder sie, besonders in der aktuellen, sich verschärfenden Krise, soll sogar wieder Heilung generiert werden, das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein auch für Menschen schädliches, zerstörerische und ressourcenvernichtendes, blechernes "Dingsda" als Heilsbringer für das Leben und die zukünftigen Generationen auf der Erde? Ein französischer Autor hat dazu mal ein Satire geschrieben, in der Ausserirdische das Automobil als vorherrschende, bewusste und strukturierte Lebensform auf der Erde wahrgenommen hatten. Jesus ist heute ein Auto, würde ich dazu mal recht forsch behaupten wollen, ..?
Wie kann denn ein Ding sich über den Mensch erheben und wchtiger sein und werden als humanitäre und konkret menschheitsbeogenen Aspekte des Seins? Denkt ein Auto etwa, fühlt es, lebt es? Doch wohl nur im Geiste seiner Anbeter, möchte ich mal behaupten. Es ist ein Werkzeug und damit Schluss, einen Hammer oder einen Schraubenzieher anzubeten und dermaßen zu preisen, wäre eventuell sinnfälliger und weniger destruktiv. Denn nicht nur, daß die Fahrzeuge extreme negative, gesundheits-schädliche Folgen haben, wie Abgase u.a. Sie zeitigen auch weltweit eine enorme Rate an Toten. Ich habe mal eine Statistik dazu gesehen, die von über 850.000 Toten weltweit für 1999 ausgeht. Das ist so viel, als würden weltweit täglich 40 Flugzeuge abstürzen. Flugzeuge sind nun auch keine Engel in diesem Zusammenhang, obwohl sie diesen wohl näher sind, aber schon erstaunlich!
Und Automobile sind nur ein Faktor, die unser Leben letztendlich belasten, allgemeiner Stress, Unmut und Unfriede unter den Menschen, die sich gegenseitig nur noch als Konkurrenten sehen. Wohnverhältnisse, die mehr an Verwahrungsanstalten erinnern, denn an human verträgliche Lebensspähren usf. Ich habe dazu mal eine Reportage gehört über Menschen aus gut bis best-situiertem Milieu, wie diese über die Wohnverhältnisse der "normalen", arbeitenden Menschen denken und reden. Das hört man zwar selten, aber es ist erstaunlich, denn für diese Reichen ist so ein Leben unvertretbar. Reiche Menschen haben meist riesige Häuser, mehrere Wohnungen und müssen sich nicht zu 5 eine kleine Wohnung in einem Wohnblock mit Blick auf weitere öde Blöcke öder Wohnmaschinen teilen, was zusätzlich das Leben der dort wohnenden extrem belastet. Eine Millionärsgattin sagte dazu, wenn ich mich mit meinem Mann mal nicht so gut nicht verstehe, nehme ich halt die Wohnung in München und er bleibt in Düsseldorf. Und das ist sicher noch ein harmloses Beispiel. Menschen in den Städten, die hart arbeiten müssen, immer noch und meist mehr als 40Std die Woche, leben oft in unzumutbaren Verhältnissen, betrachtet auch aus der Sicht der Arrivierten und Reichen. Für die ist es dann auch klar, das es da Konflikte geben muss, vor denen sie sich mit Sicherheitszonen und Wachdiensten auch möglichst gerne und massiv abschotten.
Also auch hier, um zum Thema zurückzukehren, schädliche Lebensverhältnisse, viele Menschen leben in zu kleinen Wohnungen, auch Erwachsene haben keinen "Auslauf" und müssen sich den etwa teuer, im "Urlaub" etwa, auch noch erkaufen und vorher "verdienen"? So betrachtet wird das alles immer absurder, irgendwo. Manchmal frage ich mich dann, wie es die Menschen denn schaffen überhaupt, in diesen, auch selbst geschaffenen Verhältnissen, noch zu überleben? Da kommt dann die Medizin als Retter gesprungen und sagt: "Wir helfen euch!" Das wird euch Einiges kosten, aber so zumindestens, könnt ihr in dieser Gesellschaft so (noch?) überleben.
Ist es so gedacht gewesen unser Leben, oder warum akzeptieren wir dies so wie es läuft? Warum leben wir nicht einfacher, genügsamer und gemütlicher, gesünder und schonen uns, wie wir unsere Kinder schonen sollten und all das was uns umgibt. Demut und gefühlvolle Beachtung und Betrachtung wäre da sicher adäquater als Schnelligkeit, Wettbewerb, Stress, Hetzte, Lärm, Maschinen, Maschinenmusik, usf.
Oder?
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Aber nein, geklotzt muss werden, die Fahrzeuge werden immer größer, anstatt kleiner und verbrauchen immer mehr an Ressourcen, an Metall, an Wasser, an Öl, Treinstoffe und diese halten angeblich unsere Gesellschaft am Leben, sie zehren sie doch aus? Es ist ihr Verdienst das unser Leben so verläuft, wo leben wir eigentlich? Die von uns geschaffenen Fetische erdrücken uns und schränken unseren Lebensraum so weit ein, daß wir von ihnen abhängig geworden sind. Sie bestimmen jetzt über unser Leben, lassen uns nicht mehr los, ohne sie geht nichts mehr. Straßen überall, aber keine Wege zu vernünftigen, menschlich orientierten Ziele mehr.
Eine schöne Utopie wird ebenfal sin jene Film beleuchtet, denn das Leben der anderen, der menschenähnlichen Besucher auf ihrem Planeten wird ebenso gezeigt. es ist ein Leben in Harmonie mit der sie umgebenden Natur, ohne Gewalt und ohne unnötige, zerstörerische Technik, sondern zeigt wie man in Freunde und im Einklang mit der Natur froh und friedfertig existieren kann (könnte)
Hallo, denke ich auch öfter daran, was eigentich alles zum Leben und Überleben notwendig ist. Tja eine gute medizinische Versorgung möchte ich nicht vermissen, das würde mich beängstigen. Einfach zu sterben weil ein Medikament nicht mehr zu bekommen ist, das wäre mein Alptraum. Ich habe ein paar schlimme Allergien und bin mir deshalb bewußt, daß diese Medikamente für mich persönlich wichtig sein könnte.
Sicher gibt es andere hochgeistige Dinge, die man im Leben unternehmen kann. Bücher lesen etwa, aber dafür fühle ich mich noch zu alt. Ich gehe da lieber ins Kino, oder amüsiere mich auf Parties, solange ich noch jung bin und Spass haben kann. In eine Bücherei gehen und Bücher ausleihen, das kann ich ja dann im Alter machen, da macht das sicher Sinn. WEnn man nich tmehr so gut zu Fuß ist, oder einen alles anödet,da geben Bücher sicher halt, oder man kann in die Kirche gehen, wie einige alten Leute, ältere Tanten auch aus meiner Familie. Früher gab es das nur aus Erzählungen und Geschichten, aber inzwischen gehen ältere Leute wieder in die Kirchen, um zu entspannen oder etwa Trost zu suchen.
ich bin eigentlich auch ganz froh, wenn mich meine Katze abends, wenn ich Heim komme freundlich schnurrend begrüßt, sie kann frei rumlaufen, aber weiß meist genau, wann ich komme,vielleicht hat sie ja auch nur Hunger. Ob das Leben überhaupt einen nachvollziehbaren Sinn hat, das frage ich mich schon manchmal, aber weiter kann ich dann auch nicht denken. Naja, ich werde das ja dann sehen, was wird, mal sehen.
Tja, ziemlich philosophisch Eure Gedanken. Hätte ich hier nicht erwartet... Aber gefällt mir sehr gut, mal den größeren Rahmen für unsere Gesundheit zu spannen. Auch mir geht es so: in und mit der Natur, ohne Hektik, ohne den vermeidlichen Luxus geht es mir viel besser. Man kauft auch soviel Schrott, den man nicht wirklich braucht. Konsum ist wohl oft eine Art Ersatzbefriedigung, eine Flucht in eine andere Welt geworden. So sicherlich auch für Manchen das Auto...
Wovor fliehen wir eigentlich genau? Und wohin wollen wir denn am liebsten? Was ist es denn, was uns wirklich gesund machen würde? Ich glaube, dass wir da viel von den alten Leuten lernen können. Mich hat meine Großmutter in ihren letzten Jahren immer total beeindruckt. Sie hatte schwer Krebs und hat das mit einer Fassung und Lebensfreude getragen, die unbeschreiblich ist. Getragen hat sie dabei ihr Glaube an Gott. (Was mich sehr nachdenklich gemacht hat, da ich mit ihm zu der Zeit gar nichts am Hut hatte). Er hat ihr diese Freude und diese Kraft im Umgang mit anderen Menschen gegeben. Sie hat - glaube ich - ein ganz persönliches Verhältnis zu ihm gehabt. Sie hat ihn in der Kirche getroffen, in der Natur und im Gebet. Er gab ihr Ruhe, Hoffnung, Zufriedenheit, Lebensfreude, Liebe - trotz ihrer Krankheit und Schmerzen. Und sie hat dies an uns weitergegeben. Und uns in vielem dadurch reich beschenkt.
Die Richtschnur dafür liegt für mich im Christentum, in Jesus Christus, der darauf wartet, dass wir persönlich mit ihm in Kontakt treten. Leider geht dieses essentielle persönliche Verhältnis zu ihm heute ganz oft in der üblichen Kritik an der Kirche unter.
Hallo Karli, interessante Worte die du hier zum Thema beisteuerst. Grundsätzlich verstehe ich deine Haltung und kann mich dieser allgemein gut anschließen. Zu einige Punkte möchte ich jedoch kritisch etwas anmerken und erläutern.
Diese Kirche vermittelt Unterdrückung, Anpassung und Gehorsam. Grundfeste und negative Ideale, die auch heute noch von Staat und Kirche zwar verdeckt, aber ebenso intensiv verkündet und eingefordert werden..
Hallo MonaLisa, danke für Deine Antwort. Ich habe das Gefühl, dass wir uns in der Lebenseinstellung sehr nahe sind. Die Wurzel dafür ist aber, wie es scheint, doch unterschiedlich. Hier der Versuch einer Erklärung meiner "Wurzel":
Nicht zustimmen kann ich Dir in der Aussage, dass man sich selbst erlösen kann. Ich glaube, dass es Gott gibt und nur er das kann. Und es auch will. Die Vorraussetzung dafür ist, dass wir uns ihm zuwenden. Ihn in uns hereinlassen, sozusagen. (Daran fühlte ich mich auch erinnert als Du von den alten Leuten und der Stille schriebst). Stille und ein "Innehalten" im Alltag braucht es wohl, damit man sich dafür öffnen kann. Ich schaffe das gut in der Kirche (ich meine jetzt das Gebäude).
Dies ist auch die tiefere Bedeutung von Christi Tod: Gott liebt uns so sehr, dass er, in Christus, sogar für uns stirbt. (Weil wir lieber unser einges Ding machen, statt uns auf ihn einzulassen und den "unbequemen Störenfried" dann lieber hinrichten - könnte man sagen). Aber er ist nicht nur gestorben, sondern auferstanden. Damit hat er den Tod besiegt und gibt uns die Hoffnung/den Glauben, dass mit dem Tod eben nicht alles zu Ende ist.
Die Kirche verkündet genau das vorher geschriebene. Leider geht das in vielerlei (meiner Meinung nach durchaus auch berechtigter) Kritik unter. Das sie dabei, bis in die heutige Zeit Schreckliches getan hat und tut ist ohne Frage so. Mittlerweile wird dies ja auch weitgehend offen eingestanden. Die Kirche besteht auch nur aus Menschen die fehlen. Manchmal sind es auch Einige, die dann den ganzen Laden in Verruf bringen. Es lohnt sich aber, sich selbst ein Bild zu machen und sich ernsthaft mit ihr auseinander zu setzen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Mir hilft die Messe, die Gemeinde, die Gebäude und einiges Andere Gott zu finden und ihn immer wieder in mich "hereinzulassen". Er ist für mich die Quelle meines Seins und der Sinn in meinem Leben. In ihm habe ich Halt und durch ihn verbessert sich meine Haltung und mein Verhalten mir selber und anderen gegenüber.
Freue mich, wenn ich ein Feedback bekomme ...