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Schönheits OP als Internet Game

Schönheits OP als Internet Game

Hallo liebe Forenteilnehmer, zum Thema Schönheitsoperationen ist mir letztens ein Bericht über ein Online Spiel für Mädchen aufgefallen. Allgemein ist es ja immer wieder Thema, wie weit auch Mediennutzung Suchtpotential hat. Besonders bei Kindern und Jugendlichen wird inzwischen auch von ärztlicher Seite dies verstärkt zum Thema gemacht und gefragt, wie und ob dagegen vorgegangen werden kann.

In diesem Zusammenhang wurdejüngst berichtet, daß es aktuell ein neues Online Spiel mit Namen "Miss Bimbo" gibt, welches bereits im europäischen Ausland großen Zuspruch gefunden hat. In diesem Spiel, welches Mädchen als Zielgruppe definiert hat, geht es darum durch einen möglichst perfekten Körper zu einer strahlenden Schönheit zu werden, koste es was es wolle mit dem Ziel alle Männer zu "verzaubern". Die Spielfigur im Game hat Barbie-Ahnliches aussehen und es muss im Spielverlauf daran gearbeitet werden, daß sie möglichst schlank und schön bleibt und eventuell dies und jene kleinen Makel an ihrem Körper korrigiert. Dazu ist jedes Mittel recht, ob Schlankheistkuren, Diätpillen oder Schönheistoperationen. Im Bimbo Club wird dann der durch diverse Maßnahmen erreichte "Marktwert" getestet. Die Spielerin welche häufigsten geküsst wird, bekommt die meisten Punkte, usf.

Sicher auf den ersten Blick nicht so brutal und abgründig wie die Baller-Spiele der Jungen, hat dieses Spiel jedoch gleichenfalls bedenkenswerte Züge. Die Zielgruppe der 11-16 jährigen wird hier auf ein käufliches und an reinen Äusserlichkeiten fixiertes Selbstbild trainiert. Recht dubiose Wertvorstellungen für eine Generation, die sich auch an bedenkenswerten Ikonen wie Paris Hilton misst.

Abgesehen von der Zeit, die hier eventuell nutzlos vertan wird, in reinem Medienkonsum, wird den Mädchen gezielt eine Heilswelt vorgegauckelt, die nur an Geld und Äusserlichkeiten orientiert ist. Im Spiel werden Mädchen zusätzlich dazu gebracht, sich das Spielgeld für eventuell notwendige Operationen von ihren männlichen Freunden zu besorgen, da sie diese ja lieben, etc. Insgesamt höchst bedenklich und auch interessant, wie hier Vermarktungsinteressen von Wirtschaft und Gesellschaft gschickt als erstrebenswert und nachvollziehbar vermittelt werden.

Die Mädchen werden dadurch in ein Verhalten und eine Weltsicht eingeübt, die sie noch nicht hinterfragen oder kritisch betrachten können. Und es ist ja bekanntlich besonders schwer und mühselig, sich solche zweifelhafter Wertvorstellungen, auch im Erwachsenenalter wieder zu entledigen.


Ballerspiele für Mädchen?

Hallo, das hört und liest sich ja interessant, Schönheitsköniginnen Spiele für Mädchen. Ob so etwas uns noch gefehlt hat? Heute wird halt alles vom Marketing angegangen, Zielgruppen sondieren, Angebote formulieren, Zielgruppen abgleichen und einbeziehen. Geschickte Werbemaßnahmen in zielgruppenorientierte Unterhaltungsmedien integrieren, Mädchen und junge Frauen in ihrem schematischen Rollenverhalten unterstützen und stabilisieren. Besonders Familien- und Schönheitsorientiere weibliche User sind die möglichen Kundinnen von morgen. Wenn sonst nichts hilft, dann etwa eine kleine Schönheits-OP anbieten, oder?

Frühe Ansprache im Rahmen eines adäquaten Mediums, Sozialverhalten unterstützen, Rollenfixierung bewahren, alles bleibt wie es ist, schöne neue und alte Welt.

Schönheits - OP als Spiel?

Tja, traurig, traurig. Aber der Kommerz muss immer neuere Felder erschließen und sich bei allem was irgendwie mit den Menschen zu tun hat, etwas verdienen. Reichweite, Marketing Strategien und sonstige Erscheinungen in den Medien, lassen die Verbraucher an der langen Leine zappeln.

Wenn ich mir da man manchmal anhöre, was es zum Thema Schönheitschirurgie alles für Berichte und Sendungen in den Medien gibt, meine Freundin erzählt mir bisweilen davon, da bin ich schon recht erschrocken, bisweilen. Auch Männer lassen sich inzwischen, natürlich vorrangig in Amerika, oft und gerne ebenfalls ummodellieren, wie auch die Frauen. Als würde man etwa einen neuen Spoiler oder neue Felgen für das Auto brauchen, einen neuen Lack, geht man dann eben mal zum Arzt und lässt sich eine neue Nase verpassen, da und dort raffen straffen, damit man jünger, sportlicher und dynamischer aussieht. All das eventuell auch, um sich hier und jetzt besser als Ware präsentieren zu können, besser verkäuflich zu sein? Den Marktwert zu verbessern? Ich und einige andere Erschrockenen, wir stellen uns da manchmal unbequeme Fragen, scheint es.

Letztens habe ich dazu von einem weniger bekannten Autor gelesen eine Komentar zur Schönheitsindustrie gelesen, in dem er sagte, daß er besonders "Wracks", Ruinen und auch Menschen, die "normal" gealtert sind mbesonders mögen würde. Er^bekenne sich zu seiner Freude am "Unvollommenen" sozusagen. Das ist doch mal ein mutiger Schritt in der heutigen Zeit, oder?

Wer traut sich denn sonst noch so etwas einzugestehen, das ist ja völlig unökonomisch, die Schönheitchirurgen müssen doch auch von etwas leben und ihre schicken Lofts finanzieren und ihr flatterhaftes Leben in München und Florida, oder?

Lebt dieser ganze unheilvole Trend nicht eher von dem Gefühl der Unvolkommenheit und Unfertigkeit und solcher defizitären Einstellungen und Attitüden, die unbarmherzigerweise Menschen via Medien, etc. vermittelt werden? Fragen über Fragen, zum Glück gibt es ja noch Menschen, die sich solche Fragen überhaupt noch stellen, meine ich.

Oh Gott, das find ich

Oh Gott, das find ich grausam! Genaus wie Killer- und Ballerspiele verboten werden sollten, finde ich es abscheulich, dass solch ein Spiel für Mädchen auf den Markt gebracht wird. Klar wird es vielen Zuspruch erhalten, denn heutzutage dreht sich vieles, fast alles, um die ideale Schönheit.

Ich kann nicht verstehen, wie Eltern ihren Kindern solch ein Spiel kaufen können.



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